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Immer hoch im Hochschwarzwald

3
Jun

Elzach ist ein hübsches, kleines Schwarzwaldstädtchen, eingebettet zwischen grünen Bergen. Schmuck, sagt man da oft zu. Es gibt den „Oberen Metzger Winterhalter“ und den „Unteren Metzger Winterhalter“, einen Marktplatz, ein Gasthaus „Krone“, einen „Adler“ und auch einen „Hirschen“.

Und so nehmen wir lieber noch ein paar giftige Rampen in Kauf und kommen auf diese Weise aber in den Genuss vieler kleiner, versteckter, aber dafür echter Sehenswürdigkeiten.

Einen Bahnhof kann die Stadt ebenfalls vorweisen, was ganz praktisch ist, wenn man  eine große Reiseradrunde durch den Hochschwarzwald spontan etwas erweitern möchte. Denn Elzach liegt mitten im Mittleren Schwarzwald und man kann von Freiburg aus wunderbar mit der Breisgau S-Bahn anreisen. Die hieß früher einmal nur das „Bähnle“, sagen die Elzacher, aber ich will nicht abschweifen.

Wir steigen jedenfalls in Elzach auf’s Reiserad und sogleich geht es bergauf Richtung Prechtal, das liegt zwar immer noch nicht im Hochschwarzwald, ist aber trotzdem sehr schön. Und schön anstrengend. Erst ist die Landschaft offen und weit, mit stattlichen Schwarzwaldhöfen zwischen den grünen Hügeln, und auf den Weiden drumherum Kühe. Auf den steilen Matten wenden die Bauern mit breiten Holzrechen in schwungvollen Bewegungen das zum Trocknen ausgebreitet Gras – wie das duftet!

Eine runde durch den schönen Hochschwarzwald

Einmal kam auch Ernest Hemingway hier vorbei, zum Forellenangeln im Schwarzwald in den 1920er Jahren – das hatte ich vorher im Zug gelesen. Doch der amerikanische Schriftsteller hatte wohl ungute Erlebnisse, denn er brachte wenig schmeichelhaftes über Land und auch über die Leute zu Papier. Über das Gasthaus „Rössle“ im Oberprechtal etwa schrieb er: „Die Bettlaken sind kurz, die Federbetten klumpig, die Matratzen hellrot, das Bier gut, der Wein schlecht … Es gab hier eine ordentliche Mahlzeit aus gebratenem Fleisch, Kartoffeln, grünem Salat und Apfelkuchen, vom Wirt selber aufgetragen, der unerschütterlich wie ein Ochse aussah … Seine Frau hatte ein Kamelgesicht, genau die unverwechselbare Kopfbewegung und den Ausdruck äußerster Stupidität, die man nur bei Trampeltieren und süddeutschen Bauersfrauen beobachten kann.“

Wir können vom Rad aus nichts dergleichen feststellen – und auch nicht, wenn wir mal aus dem Sattel steigen.

Jetzt die ganze Geschichte lesen auf www.hochschwarzwald.de

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1 Kommentar »

  1. Klasse Touren, wobei ich persönlich eher der gemütliche Genussradler bin 😉

    Wolfgang Dillmann — 8. Juni 2016 @ 18:51

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