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Kinzigtal-Radweg – eine Erkundung für Familien im Schwarzwald

12
Jan

Wer kennt es nicht: Zwischen den Weihnachtstagen hat man endlich Zeit Fotos durchzuschauen. Dabei sind mir jene meiner ersten Radtour mit meinem neu erworbenen Gebrauchtfahrrad durch den Schwarzwald „in die Hände gefallen“. Das war nämlich so:

Haslach

Haslach

Es war Ende Oktober, aber ein goldener Oktobertag: die Sonne scheint, der Himmel ist blau 🙂 Das perfekte Wetter für eine herbstliche Fahrradtour im Schwarzwald und um mal zu schauen, ob der barrierefreie Kinzigtal-Radweg auch was für eine Radtour mit Kindern wäre.

Gestartet bin ich dann am späten Vormittag in Haslach. Die Ausschilderung und damit den Einstieg in den Kinzigtal-Radweg hatte ich schnell gefunden und so konnte ich auch ohne Karte oder Smartphone den Weg bis zum Etappenziel Offenburg gut finden.

Meine neuen Freunde :)

Meine neuen Freunde 🙂

Zuerst folgte ich dem Wegeverlauf hinaus aus Haslach. Dieser führt ein kleines Stück auf dem Bürgersteig entlang der Hauptstraße. Hier ist mit ungeübten Kindern Vorsicht geboten, aber dank der extra aufgestellten Ampel mit Buzzer zum Aktivieren der Grün-Phase ist das Überqueren der großen Straße kein Hindernis.

Danach geht es über die Kinzig hinweg und ich habe sehr bald neue Freunde unterwegs getroffen (siehe Foto *grins*). Am Hinweisschild zum Besucherbergwerk Segen Gottes habe ich kurz überlegt, ob ich nicht einen kurzen Abstecher dorthin machen soll… Für dieses Mal folgte ich aber weiter dem normalen Verlauf. Auf den kleinen Sträßchen des Kinzigtal-Radwegs kann man den Blick nach links und rechts schweifen lassen. Da habe ich dann auch immer mal wieder Reiher auf den Wiesen gesehen, die mit ihren langen Beinen durch das Gras und die Äcker stolzierten.

Brücke über die Kinzig

Brücke über die Kinzig

Bevor ich nach knapp 5 km in Steinach ankam, überquerte ich noch einmal die Kinzig und beobachtete die Forellen unten im kühlen Nass. In Steinach passierte ich einen tollen Spielplatz und kaufte mir noch schnell ein belegtes Brötchen beim Bäcker für das Mittagspicknick. Gerade noch rechtzeitig, denn nach mir ist eine Gruppe Radler in die kleine Bäckerei eingefallen 🙂

Weiter durch Wiesen und Obstbäumen führte mich der Radweg nach weiteren 6 km bis Biberach, wo die neu gestaltete Ortsmitte mit Wasserspielen zum Verweilen einlädt.

Auf dem Weg nach Gengenbach (ca. 9 km) kann man das Waldterrassenbad und den Kletterwald von Biberach schon vom Radweg aus sehen. Leider ist es dafür dann doch schon zu kalt für mich. Stattdessen freundete ich mich unterwegs mit einem neugierigen Pferd an und musste der Versuchung widerstehen unter dem großen Kastanienbaum am Picknickplatz nicht alle Kastanien einzusammeln und mitzuschleppen.

Den letzten Kilometer vor Gengenbach trete ich zügig in die Pedale, denn hier gibt es nicht so viel zu sehen. Umso größer die Freude als ich in Gengenbach am Marktplatz ankam und mir Leute mit Eiskugeln entgegen gekommen sind *jammie*.

Narrenkeller in Biberach

Narrenkeller in Biberach

:)

🙂

Ortsmitte Biberach

Ortsmitte Biberach

Picknickplatz bei Bruch (zwischen Biberach und Gengenbach)

Picknickplatz bei Bruch (zwischen Biberach und Gengenbach)

Im Anschluss an meine Verschnaufpause auf dem Gengenbacher Marktplatz drehte ich noch eine Runde durch das Familienparadies Schneckenmatt mit Spielplatz, Labyrinth, Tieren und Minigolf – tatsächlich ein tolles Spielgelände für Familien. Danach machte ich mich auf zu meiner letzten Etappe nach Offenburg.

Am Ortsausgang von Gengenbach kaufe ich mir noch schnell im Getränkemarkt eine neue Wasserflasche und komme kurz danach an die einzige Stelle, an der ich fast den Abzweig des Radweges verpasst hätte, weil dort die Ausschilderung nicht optimal ist. Also Acht geben: nach der Überquerung der Gleise geht es rechts rein.

Etwa an dieser Stelle treffe ich einen anderen Radler, der seinen täglichen Weg zur Arbeit mit seinem Fahrrad auf dieser Strecke zurücklegt und so habe ich ein wenig Unterhaltung, bis ich am Wegesrand ein Imkerhaus mit Mini-Lehrpfad entdeckte und meinen neuen Begleiter ziehen lassen musste, um mich hier ein bisschen umzuschauen. Auf den aufgestellten Tafeln lernt man viel über unsere Bienen und am Insektenhotel schaute ich in aller Ruhe den Insekten beim Ein- und Ausflug zu. In der Nähe erspähte ich zudem eine Kneipp-Anlage mit Grünfläche und zwei Leute, die mit Handtuch bewaffnet Richtung Wassertretstelle gingen.

Insektenhotel am Imkerhaus

Insektenhotel am Imkerhaus

Schloss Ortenberg

Schloss Ortenberg

Nach und nach hatte es sich ein wenig zugezogen und mit einem staunenden Blick radelte ich mit leichtem Gegenwind am Schloss Ortenberg vorbei und stellte mir vor, wie die Ritter damals wohl immer den Hügel hoch geritten waren, um im Schloss ihr Festmahl abzuhalten (heute ist es eine Jugendherberge). In Gedanken versunken fuhr ich an einem schönen Spielplatz in Ortenberg vorbei und plötzlich stand ich bereits vor dem Ortseingangsschild von Offenburg. Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus: geschafft! 🙂

Insgesamt bin ich an diesem Tag rund 33km gefahren, aber habe immer mal wieder Halt gemacht, so dass der halbe Tag genau gereicht hat. Stolz auf mein neues altes Fahrrad bin ich dann bei Sonnenuntergang mit der Bahn zurück nach Freiburg gefahren.

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1 Kommentar »

  1. Der Schwarzwald ist wirklich ein tolles Gebiet für interessante Fahrradtouren. Man muss eben nicht immer in die Ferne reisen um schöne Ausflüge zu machen.

    Oliver — 15. April 2016 @ 18:06

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